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Brustkrebs beim Mann – zwischen Tabu und Wissenslücke

Brustkrebs beim Mann – zwischen Tabu und Wissenslücke

‧ 13m 8s

«Brustkrebs bei Männern? Gibt es das?» Eine Frage, die Roland Z. immer wieder hört. Er gehört zu den wenigen Männern, die jährlich diese Diagnose erhalten. In dieser Folge spricht er offen über seinen Weg: vom Moment, als er den Knoten entdeckte, bis zur Therapie, und wie es ist, mit einer Krankheit zu leben, die fast nur mit Frauen in Verbindung gebracht wird. Auch sein damaliger Arzt, der Onkologe Prof. Stefan Aebi vom Luzerner Kantonsspital, kommt zu Wort. Er erklärt, warum männlicher Brustkrebs in der Forschung kaum beachtet wird, weshalb das ein Problem ist und was sich dringend ändern muss. Für...

Fatigue nach Krebs – Neue Studie bringt Hoffnung

Fatigue nach Krebs – Neue Studie bringt Hoffnung

‧ 12m 48s

«Ich hätte nie im Leben gedacht, dass man so müde sein kann und so erschöpft!» Sibylle K. leidet an Fatigue, einer unglaublichen Müdigkeit, die sie im Alltag sehr belastet. Vor rund zwei Jahren erhielt sie die Diagnose Lungenkrebs. Heute nimmt sie an einer Studie für Krebsbetroffene zu Fatigue und Schlafstörungen teil. Dabei sollen Achtsamkeitsübungen, das sind eine Art Meditation, oder Akupressur, also Druckpunktmassagen, die Lebensqualität verbessern. Claudia Witt, Professorin für Komplementäre und Integrative Medizin am Universitätsspital Zürich, leitet die Studie. Sie erklärt: «Etwa die Hälfte der Menschen mit Krebs leidet unter Fatigue, bis zu 60 Prozent an Schlafstörungen.» Das Projekt,...

Blasenkrebs – mit Tuberkulose-Bakterien gegen Tumorzellen

Blasenkrebs – mit Tuberkulose-Bakterien gegen Tumorzellen

‧ 13m 32s

Pro Jahr erkranken in der Schweiz rund 1000 Männer und 300 Frauen neu an Blasenkrebs. Ein oft unterschätzter Risikofaktor für Blasenkrebs ist das Rauchen. Blasenkrebs trifft aber auch Menschen, die nie geraucht haben. Wie Georg L. Der 78-Jährige fühlte sich immer fit, bis er Schwierigkeiten beim Wasserlassen hatte. Nach mehreren Untersuchungen fand man in seiner Blase einen Tumor. Richard Cathomas vom Kantonsspital Graubünden behandelt ihn. Der Onkologe forscht zudem zu Blasenkrebs und will zielgerichtete sowie personalisierte Therapien anbieten. Dabei sind Tuberkulose-Bakterien in der Blase und die Rolle des Immunsystems wichtige Themen. In dieser Podcast-Folge erzählt Georg L. auch offen, weshalb...

Tumor im Blinddarm - was vielen Betroffenen heute erspart bleibt

Tumor im Blinddarm - was vielen Betroffenen heute erspart bleibt

‧ 12m 46s

Der 34-jährige Michael F. aus Bern war gesund. Bis er 2018 nach einer Blinddarm-Operation einen Anruf erhielt, der sein Leben veränderte. Die Ärzte fanden im entnommenen Blinddarm einen bösartigen, neuroendokrinen Tumor. Er musste sich erneut operieren lassen. Chirurgen entfernten dabei einen Teil seines Dickdarms, um das Risiko von Metastasen zu senken. Seitdem verträgt er keine scharfen Speisen mehr und muss morgens schnell aufs WC. Andere Betroffene haben nach der Operation jedoch anhaltenden Durchfall. Diese zweite Operation kann man heute vielen Betroffenen ersparen, dank eines von der Stiftung Krebsforschung Schweiz unterstützten Forschungsprojektes. Prof. Reto Kaderli und sein Team vom Inselspital Bern...

Gendermedizin in der Krebstherapie – Das Geschlecht macht den Unterschied

Gendermedizin in der Krebstherapie – Das Geschlecht macht den Unterschied

‧ 14m 18s

Welche Unterschiede gibt es zwischen Männern und Frauen bei Krebstherapien? Die Forschung hat darauf bisher nur wenige Antworten. Daher ist Genderforschung auch in der Onkologie von grosser Bedeutung. Claudia S., Anfang 40 und Mutter von zwei Kindern, bekam letztes Jahr die Diagnose schwarzer Hautkrebs. Die zielgerichtete Therapie nach der Operation musste sie aufgrund heftiger Nebenwirkungen abbrechen. Dies sei exemplarisch für die Geschlechterunterschiede bei Krebstherapien, sagt Berna Özdemir. Sie ist Genderforscherin und Onkologin am Berner Inselspital. Frauen haben im Schnitt weniger Muskelmasse, hormonelle Schwankungen und einen anderen Stoffwechsel als Männer – insbesondere bei der Entgiftung über Leber und Nieren. Daher bauen...

Kachexie – ungewollter Gewichtsverlust bei Krebs

Kachexie – ungewollter Gewichtsverlust bei Krebs

‧ 12m 24s

Plötzlich nahm er 15 Kilo ab, war erschöpft und kam kaum noch die Treppen hoch. Dann konnte er gar nichts mehr essen. Bruno S. beschreibt hier einen ungewollten Gewichts- und Muskelverlust, der sich Kachexie nennt. Erst dann ging der Mitte 70-Jährige zum Arzt. Dort erfuhr er, dass er unheilbaren Krebs am Lungenfell hat. Kachexie tritt bei Krebserkrankten häufig auf, mindestens jeder Zweite ist betroffen. Der Onkologe Florian Strasser ist einer der bedeutendsten Forscher auf diesem Gebiet. Er leitet die Supportive Sprechstunde Onkologie inklusive Ernährung beim Leben mit und nach Krebs am Kantonsspital Münsterlingen. Die Kachexie ist noch nicht bis ins...

Schwieriger Kampf gegen Glioblastome – hilft ein Antidepressivum?

Schwieriger Kampf gegen Glioblastome – hilft ein Antidepressivum?

‧ 12m 16s

Am Anfang stand ein Autounfall. Sabrina P. dachte, ihr Vater sei einfach unaufmerksam gewesen. Doch als er am nächsten Tag mit dem Auto gegen einen Randstein prallte und über heftige Kopfschmerzen klagte, suchte er das Spital auf. Die niederschmetternde Diagnose: Glioblastom – ein bösartiger Hirntumor. Elf Monate später verstarb er. Vielleicht hätte ihm ein Antidepressivum mehr Zeit verschafft. Denn in Zürich sorgt ein Team um den Neurologen Michael Weller, Leiter der Klinik für Neurologie am Universitätsspital Zürich, mit seiner Entdeckung für Aufsehen: Ein bekanntes Antidepressivum zeigt im Labor vielversprechende Wirkung gegen Hirntumorzellen. In dieser Podcast-Folge erzählt Prof. Weller mehr über...

Einblick ins Labor – Wie Spenden die Krebsforschung vorantreiben

Einblick ins Labor – Wie Spenden die Krebsforschung vorantreiben

‧ 12m 31s

Die Forschung greifbarer machen. Das war das Ziel des diesjährigen Spendenanlasses der Krebsforschung Schweiz. Stiftungspräsident Jakob Passweg und Onkologe Heinz Läubli führten die Gäste durchs Unispital Basel und ins Forschungs- und Diagnostiklabor. Während viele Prozesse heutzutage automatisiert sind, arbeiten Expertinnen und Experten dennoch rund um die Uhr im Labor an wichtigen Fortschritten in der Krebsforschung. Auf der Station für Stammzelltransplantationen berichtet ein Patient über seinen Umgang mit der Leukämie-Erkrankung. Auch Personen, welche die Krebsforschung Schweiz in ihrem Testament bedacht haben, waren eingeladen. Manuela Daboussi, zuständig für Erbschaftsspenden, betonte: «Wenn man eine Organisation im Testament berücksichtigt, hat das oft mit dem...

Behandlung von Kinderkrebs – die optimale Dosierung

Behandlung von Kinderkrebs – die optimale Dosierung

‧ 13m 8s

«Einen Tag vor ihrem 3. Geburtstag erhielten wir die Diagnose Leukämie», erzählt Maries Mutter. «Wir haben nur noch geweint.» Die gute Nachricht: Kinder haben deutlich bessere Heilungschancen als Erwachsene. Aber jedes Kind, das stirbt, ist eines zu viel. Deshalb braucht es Forschung. Da vor allem an Erwachsenen geforscht wird, ist die Behandlung von Kinderkrebs schwierig. «Wir wissen bei vielen Medikamenten noch nicht genau, wie sie bei jedem einzelnen Kind am besten wirken», erklärt Tamara Diesch, leitende Ärztin der Hämatologie/Onkologie am Universitäts-Kinderspital beider Basel. Zusammen mit der Pharmakologin Verena Gotta erforscht sie nach einer Stammzelltransplantation die optimale Dosierung eines Medikaments. Wie...

Metastasierter Prostatakrebs – neue Ansätze der Präzisionsmedizin

Metastasierter Prostatakrebs – neue Ansätze der Präzisionsmedizin

‧ 13m 32s

Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern. Bei manchen Patienten wird die Krankheit erst entdeckt, wenn sie schon fortgeschritten ist. Man spricht dann von einem metastasierten Prostatakrebs oder von einem Krebs, der schon gestreut hat. «Unser Forschungsprojekt zielt darauf ab, Männern mit metastasiertem Prostatakrebs eine auf ihren Tumor abgestimmte Therapie anzubieten», erklärt Urologe Ashkan Mortezavi vom Universitätsspital Zürich. An dieser internationalen ProBio-Studie nimmt auch Beat K. teil. Dabei erhält er ein neuartiges Medikament, das bei seinem Tumor am besten wirken soll. Er hofft: «Wenn es mir hilft, könnte es auch anderen helfen und die Forschung voranbringen.»