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Checkpoint-Inhibitoren – eine Erfolgsgeschichte für Wissenschaft und Krebsbetroffene

Checkpoint-Inhibitoren – eine Erfolgsgeschichte für Wissenschaft und Krebsbetroffene

16m 22s

Wäre bei Roger G. vor zehn Jahren das metastasierende Melanom entdeckt worden, hätte er kaum überlebt. Doch dank der neuartigen Therapie mit Checkpoint-Inhibitoren haben sich seine Tumoren mittlerweile zurückgebildet; er führt ein weitgehend normales Leben. «Die Checkpoint-Inhibitoren unterstützen das Immunsystem dabei, gegen den Krebs zu kämpfen», erklärt sein behandelnder Arzt Prof. Alfred Zippelius vom Universitätsspital Basel. Immuntherapien finden heute immer breitere Anwendung. Und doch ist noch viel Forschung notwendig, um Nebenwirkungen zu reduzieren und zu prüfen, wieso sie bei gewissen Patienten durchschlagenden Erfolg haben und bei anderen nicht.

Pflegewissenschaft – Forschung für und mit Patienten

Pflegewissenschaft – Forschung für und mit Patienten

12m 27s

Manuela Eicher, Professorin für Pflegewissenschaft an der Universität Lausanne und am Universitätsspital CHUV, kennt die Pflege von der Pike auf. Sie weiss, wie wichtig eine enge und professionelle Begleitung von Patientinnen und Patienten mit Krebs ist. Nicht nur während des Spitalaufenthalts selber, sondern auch für die Zeit danach, die sich für viele als besonders anspruchsvoll erweist. Plötzlich fällt der sichere Rahmen, wie ihn das Spital bietet, weg. In ihrem aktuellen Forschungsprojekt entwickelt Manuela Eicher Hilfsmittel, um Betroffene auch nach dem Spitalaustritt optimal unterstützen zu können. Bei ihrem Projekt zieht sie nicht nur Fachkräfte aus der Pflege mit ein, sondern auch...

Metastasen – die Suche nach neuen Strategien

Metastasen – die Suche nach neuen Strategien

10m 43s

Sie sind manchmal kaum mehr in den Griff zu bekommen: diese Krebszellen, die sich vom ursprünglichen Tumor lösen und Ableger bilden. «Neunzig Prozent aller Todesfälle bei Krebspatienten gehen auf Metastasen zurück», bringt es Prof. Gerhard Christofori von der Universität Basel auf den Punkt. Mit seinem Team erforschte der Molekularbiologe und Biochemiker während vieler Jahre, welche molekularen Mechanismen hinter bösartigen Tumoren stecken. Nun – kurz vor seiner Pensionierung – wagt er einen Blick in die Zukunft und erklärt, wieso es Grund zur Hoffnung gibt: Neuste Experimente deuten darauf hin, dass sich bösartige Tumorzellen durchaus überlisten lassen.

Musik: Audiohub.de

Integrative Medizin – eine sinnvolle Ergänzung

Integrative Medizin – eine sinnvolle Ergänzung

12m 53s

Das Zentrum für Integrative Medizin, das Dr. Marc Schlaeppi leitet, ist Teil des
Kantonsspitals St. Gallen. Hier steht die ganzheitliche Behandlung im Vordergrund. Zum Einsatz kommen Mistel-, Bewegungs-, Kunsttherapie oder Akupunktur ebenso wie Methoden aus den Bereichen Achtsamkeit und Entspannung. Dabei handelt es sich nicht um einen Ersatz für Operationen, Chemotherapien oder Bestrahlungen, sondern vielmehr um eine Ergänzung – etwa um Nebenwirkungen oder Ängste zu lindern. Auch dank der Forschung sind komplementärmedizinische Methoden heute anerkannt. Es brauche aber weitere Bemühungen, um ihre Wirksamkeit und ihr Potenzial darzulegen, so Schlaeppi.

Radioonkologie – hochpräzise Bestrahlung

Radioonkologie – hochpräzise Bestrahlung

13m 6s

Paul E. erfreut sich heute wieder bester Gesundheit. Doch vor nicht allzu langer Zeit hatte er einen schweren Kampf zu führen: Prostatakrebs mit Metastasen lautete seine Diagnose. «Früher wäre die Heilung dieses Patienten undenkbar gewesen», sagt Prof. Matthias Guckenberger, Direktor der Klinik für Radio-Onkologie des Universitätsspitals Zürich. Er hat bei Paul E. ein neues Gerät für die Bestrahlung eingesetzt, das die Bildgebung eines MRI mit Radiotherapie kombiniert. «Das Verfahren ermöglicht es, ganz fokussiert zu bestrahlen und das umliegende Gewebe zu schützen», erklärt der von der Stiftung Krebsforschung Schweiz unterstützte Forscher.
Musik: Audiohub.de

Massgeschneiderte Behandlungen – dank molekularer Diagnostik

Massgeschneiderte Behandlungen – dank molekularer Diagnostik

14m 44s

Prof. Holger Moch, Direktor des Instituts für Pathologie und Molekularpathologie am Universitätsspital Zürich, führt durch sein Labor: Mit seinem Team untersucht er hier mit modernsten Geräten und Methoden die DNA von Tumoren. Gelingt es, bestimmte Genveränderungen zu detektieren, wird in einem nächsten Schritt nach passenden Medikamenten gesucht. «Je genauer wir über den Tumor Bescheid wissen, desto gezielter können wir den Patienten behandeln», bringt es der von der Stiftung Krebsforschung Schweiz geförderte Forscher auf den Punkt.

Prostatakrebs – zuwarten statt therapieren

Prostatakrebs – zuwarten statt therapieren

13m 21s

Fritz O. (64) weiss seit sieben Jahren, dass er ein Prostatakarzinom hat. Bis jetzt wurde er weder operiert noch bestrahlt, gesundheitlich geht es ihm bestens. Prostatakrebs, diese häufigste Krebsart bei Männern, ist insofern besonders, als dass das Zuwarten auch eine sinnvolle Option sein kann, wie die Forschung aufzeigen konnte. Regelmässige Untersuchungen helfen dabei zu überwachen, wie sich der Tumor entwickelt. «Wir beurteilen bei jedem Patienten individuell, ob es sinnvoller ist abzuwarten oder mit einer Therapie zu beginnen», sagt Prof. George N. Thalmann, Chefarzt Urologie am Berner Inselspital.

Leukämie bei Kindern – neue Ansätze in der Therapie

Leukämie bei Kindern – neue Ansätze in der Therapie

12m 34s

Noch Anfang der 70-er Jahre endete eine Leukämie bei Kindern fast immer tödlich. Heute sind die Heilungschancen gut bis sehr gut. Und doch schafft es eins von fünf betroffenen Kindern nicht; es spricht nicht auf die Chemotherapie an oder erleidet einen Rückfall. Für Prof. Jean-Pierre Bourquin, Leiter des Zentrums Onkologie am Universitäts-Kinderspital Zürich ist klar: «Wir wollen die Therapien von Kindern, die an Krebs erkranken, weiter verbessern.» Im Podcast erzählt er von seinem medizinisch und menschlich herausfordernden Alltag.

Musik: Audiohub.de

Brustkrebs – mehr Lebensqualität dank ausgeklügelten Operationstechniken

Brustkrebs – mehr Lebensqualität dank ausgeklügelten Operationstechniken

13m 57s

Entstellte Körperpartien nach einer Operation bei Brustkrebs sind zum Glück Vergangenheit: «Dank modernen Operationstechniken und der onkoplastischen Chirurgie sind die Resultate ästhetisch viel besser als früher», sagt Prof. Walter Paul Weber, Chefarzt Brustchirurgie am Universitätsspital Basel. Entscheidend ist eine enge Zusammenarbeit von Fachkräften aus der plastischen und der Tumorchirurgie. Was das konkret bedeutet, weiss Marlene P. Sie hat sich für einen Brustaufbau entschieden, der zwar lange Operationszeiten mit sich gebracht hat, die Mühe aber wert war. Marlene P. freut sich auch sieben Jahre nach der Operation an ihrer anhaltend guten Lebensqualität und am Resultat. Dank Studien, die die Krebsforschung Schweiz...

Krebs bei Kindern – geheilt und doch nicht ganz gesund

Krebs bei Kindern – geheilt und doch nicht ganz gesund

14m 20s

An den Moment, als ihnen die Diagnose «Hodgkin-Syndrom», auch bekannt als Lymphdrüsenkrebs, eröffnet wurde, erinnern sich Mutter und Tochter noch ganz genau. Mittlerweile ist das zehn Jahre her und aus der Jugendlichen ist eine 23-jährige Frau geworden, die mitten im Leben steht. Doch die intensive Behandlung, die den Krebs damals zu vertreiben vermochte, hat ihre Spuren hinterlassen. «Dass wir die potenziellen Nachwirkungen der Therapie möglichst früh erkennen und behandeln, ist entscheidend», sagt ihre Kinderonkologin Katrin Scheinemann. In einem von der Krebsforschung Schweiz finanzierten Forschungsprojekt vergleicht sie verschiedene Nachsorgemodelle und setzt alles daran, dass junge Patientinnen und Patienten auf eine lebenslange,...