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Brust- und Eierstockkrebs – die Rolle der Gene

Brust- und Eierstockkrebs – die Rolle der Gene

‧ 14m 48s

Der Fall der Schauspielerin Angelina Jolie sorgte für Schlagzeilen: Bei ihr wurde eine vererbbare Genmutation nachgewiesen, die das Risiko für Brust- und Eierstockkrebs erhöht. Auch Marlies M. (46) ist von einer solchen Mutation betroffen und bereits zwei Mal an einer aggressiven Art von Brustkrebs erkrankt. Sie erzählt, wie sich bei ihr der Verdacht auf eine genetische Veranlagung erhärtet hat. Zu Wort kommt auch Salome Riniker, eine auf Genetik und Brustkrebs spezialisierte Onkologin. Sie führt genetische Beratungen durch und klärt Ratsuchende auf.

Kommunikation – vom (un)heilsamen Umgang mit Worten

Kommunikation – vom (un)heilsamen Umgang mit Worten

‧ 14m 48s

«Ein Schock war es», sagt Martin Inderbitzin im Rückblick auf jenen Moment, als er die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs erhielt. Der mittlerweile 41-jährige Neurowissenschaftler und Mindset-Coach spricht von einer totalen Überforderung in der Sprechstunde, als ihm der Arzt die Diagnose eröffnete. Und doch hat die Art, wie sein Gegenüber mit ihm kommunizierte, Martin Inderbitzin in der Folge viel geholfen, die Hoffnung nicht aufzugeben. Wie anspruchsvoll solche Gespräche auch für die Ärzteschaft sind, erzählt der Psychiater Prof. Fritz Stiefel von der Universität Lausanne. Er forscht zum Thema Kommunikation in der Onkologie.

Unabhängige Forschung – der Schlüssel zu Innovation

Unabhängige Forschung – der Schlüssel zu Innovation

‧ 11m 28s

Hanspeter Richterich, langjähriger Patron der Firma Ricola und Grossgönner der Stiftung Krebsforschung Schweiz (KFS), erzählt, wieso er sich für die Erforschung von Eierstockkrebs einsetzt: Seine Frau erkrankte vor 14 Jahren an einem Ovarialkarzinom, vor einem Jahr ist sie daran gestorben. Für den Witwer ist es eine Form, seine Dankbarkeit auszudrücken, dass seine Gattin dank Therapien noch viele Jahre nach der Diagnose weiterlebte. Sein finanzielles Engagement wiederum ermöglicht es, dass die KFS unabhängige Forschung finanzieren kann, wie sie Prof. Viola Heinzelmann am Universitätsspital Basel betreibt. Sie geht in ihrem aktuellen Projekt der Frage nach, wie sich die Prognose von Eierstockkrebs verbessern...

Checkpoint-Inhibitoren – eine Erfolgsgeschichte für Wissenschaft und Krebsbetroffene

Checkpoint-Inhibitoren – eine Erfolgsgeschichte für Wissenschaft und Krebsbetroffene

‧ 16m 22s

Wäre bei Roger G. vor zehn Jahren das metastasierende Melanom entdeckt worden, hätte er kaum überlebt. Doch dank der neuartigen Therapie mit Checkpoint-Inhibitoren haben sich seine Tumoren mittlerweile zurückgebildet; er führt ein weitgehend normales Leben. «Die Checkpoint-Inhibitoren unterstützen das Immunsystem dabei, gegen den Krebs zu kämpfen», erklärt sein behandelnder Arzt Prof. Alfred Zippelius vom Universitätsspital Basel. Immuntherapien finden heute immer breitere Anwendung. Und doch ist noch viel Forschung notwendig, um Nebenwirkungen zu reduzieren und zu prüfen, wieso sie bei gewissen Patienten durchschlagenden Erfolg haben und bei anderen nicht.

Pflegewissenschaft – Forschung für und mit Patienten

Pflegewissenschaft – Forschung für und mit Patienten

‧ 12m 27s

Manuela Eicher, Professorin für Pflegewissenschaft an der Universität Lausanne und am Universitätsspital CHUV, kennt die Pflege von der Pike auf. Sie weiss, wie wichtig eine enge und professionelle Begleitung von Patientinnen und Patienten mit Krebs ist. Nicht nur während des Spitalaufenthalts selber, sondern auch für die Zeit danach, die sich für viele als besonders anspruchsvoll erweist. Plötzlich fällt der sichere Rahmen, wie ihn das Spital bietet, weg. In ihrem aktuellen Forschungsprojekt entwickelt Manuela Eicher Hilfsmittel, um Betroffene auch nach dem Spitalaustritt optimal unterstützen zu können. Bei ihrem Projekt zieht sie nicht nur Fachkräfte aus der Pflege mit ein, sondern auch...

Metastasen – die Suche nach neuen Strategien

Metastasen – die Suche nach neuen Strategien

‧ 10m 43s

Sie sind manchmal kaum mehr in den Griff zu bekommen: diese Krebszellen, die sich vom ursprünglichen Tumor lösen und Ableger bilden. «Neunzig Prozent aller Todesfälle bei Krebspatienten gehen auf Metastasen zurück», bringt es Prof. Gerhard Christofori von der Universität Basel auf den Punkt. Mit seinem Team erforschte der Molekularbiologe und Biochemiker während vieler Jahre, welche molekularen Mechanismen hinter bösartigen Tumoren stecken. Nun – kurz vor seiner Pensionierung – wagt er einen Blick in die Zukunft und erklärt, wieso es Grund zur Hoffnung gibt: Neuste Experimente deuten darauf hin, dass sich bösartige Tumorzellen durchaus überlisten lassen.

Musik: Audiohub.de

Integrative Medizin – eine sinnvolle Ergänzung

Integrative Medizin – eine sinnvolle Ergänzung

‧ 12m 53s

Das Zentrum für Integrative Medizin, das Dr. Marc Schlaeppi leitet, ist Teil des
Kantonsspitals St. Gallen. Hier steht die ganzheitliche Behandlung im Vordergrund. Zum Einsatz kommen Mistel-, Bewegungs-, Kunsttherapie oder Akupunktur ebenso wie Methoden aus den Bereichen Achtsamkeit und Entspannung. Dabei handelt es sich nicht um einen Ersatz für Operationen, Chemotherapien oder Bestrahlungen, sondern vielmehr um eine Ergänzung – etwa um Nebenwirkungen oder Ängste zu lindern. Auch dank der Forschung sind komplementärmedizinische Methoden heute anerkannt. Es brauche aber weitere Bemühungen, um ihre Wirksamkeit und ihr Potenzial darzulegen, so Schlaeppi.

Radioonkologie – hochpräzise Bestrahlung

Radioonkologie – hochpräzise Bestrahlung

‧ 13m 6s

Paul E. erfreut sich heute wieder bester Gesundheit. Doch vor nicht allzu langer Zeit hatte er einen schweren Kampf zu führen: Prostatakrebs mit Metastasen lautete seine Diagnose. «Früher wäre die Heilung dieses Patienten undenkbar gewesen», sagt Prof. Matthias Guckenberger, Direktor der Klinik für Radio-Onkologie des Universitätsspitals Zürich. Er hat bei Paul E. ein neues Gerät für die Bestrahlung eingesetzt, das die Bildgebung eines MRI mit Radiotherapie kombiniert. «Das Verfahren ermöglicht es, ganz fokussiert zu bestrahlen und das umliegende Gewebe zu schützen», erklärt der von der Stiftung Krebsforschung Schweiz unterstützte Forscher.
Musik: Audiohub.de

Massgeschneiderte Behandlungen – dank molekularer Diagnostik

Massgeschneiderte Behandlungen – dank molekularer Diagnostik

‧ 14m 43s

Prof. Holger Moch, Direktor des Instituts für Pathologie und Molekularpathologie am Universitätsspital Zürich, führt durch sein Labor: Mit seinem Team untersucht er hier mit modernsten Geräten und Methoden die DNA von Tumoren. Gelingt es, bestimmte Genveränderungen zu detektieren, wird in einem nächsten Schritt nach passenden Medikamenten gesucht. «Je genauer wir über den Tumor Bescheid wissen, desto gezielter können wir den Patienten behandeln», bringt es der von der Stiftung Krebsforschung Schweiz geförderte Forscher auf den Punkt.

Prostatakrebs – zuwarten statt therapieren

Prostatakrebs – zuwarten statt therapieren

‧ 13m 21s

Fritz O. (64) weiss seit sieben Jahren, dass er ein Prostatakarzinom hat. Bis jetzt wurde er weder operiert noch bestrahlt, gesundheitlich geht es ihm bestens. Prostatakrebs, diese häufigste Krebsart bei Männern, ist insofern besonders, als dass das Zuwarten auch eine sinnvolle Option sein kann, wie die Forschung aufzeigen konnte. Regelmässige Untersuchungen helfen dabei zu überwachen, wie sich der Tumor entwickelt. «Wir beurteilen bei jedem Patienten individuell, ob es sinnvoller ist abzuwarten oder mit einer Therapie zu beginnen», sagt Prof. George N. Thalmann, Chefarzt Urologie am Berner Inselspital.